Abstrakte Kunst

>>Man mag sich dazu stellen, wie man will – es ist und bleibt eine Tatsache, daß die Kunst in der Mitte unseres Jahrhunderts fest in der Abstraktion verankert ist, und zwar bereits in einem solchem Ausmaß, daß wir schon ganz automatisch jedes Kunstwerk – und zwar nicht nur die Werke unserer Zeit, sondern genauso die früherer Jahrhunderte – nach den Maßstäben der Abstraktion beurteilen.<< Knaur S. 11

Versuch Abstrakte Kunst zu definieren

Das Gebiet der abstrakten Kunst ist schwer zu definieren. Zumeist hilft ein Blick in das Lexikon weiter.

Der Brockhaus Kunst verkündet unter dem Stichwort >>abstrakte Kunst<<: „Bezeichnung für die seit etwa 1910 entstandenen Werke von Malerei und Plastik, die nicht die gegenständliche, objektive Wirklichkeit – in welchem Stil auch immer – wiederzugeben suchen, sondern die eigene Bildwirklichkeit zum Darstellungsziel erheben und sich von der Wiedergabe der äußeren Erscheinung lösen.

Es geht also nicht mehr um das Abmalen eines Gegenstandes – das >>Was<< der Darstellung und wie gut dieses >>Was<< dem Künstler gelungen ist, sondern es geht darum, >>Wie<< etwas gemalt wird. Und dieser Wechsel der Fragestellung, vom >>Was<< zum >>Wie<< war einer der ganz großen historischen Umbrüche in der Betrachtungsweise der Kunst. Denn, wenn ich nicht mehr primär frage, was beispielsweise ein Rembrandt (1606 – 1669) auf seinem Bild gemalt hat (eine Frau), sondern eher danach frage, wie es ihm gelungen ist, diese einzigartige Frau zu schaffen (durch feine Schraffierungen) bin ich zu einer Abstraktion, zu einer abstrakten Betrachtungsweise gelangt.

Dem Betrachten des Gegenstandes – und seinem möglichst detailgetreuen, und beeindruckenden Abmalen steht nun seit dem 20. Jahrhundert die Betrachtung der Abstraktion gegenüber. Im Vergleich dieser zwei Pole gelingt auch eine Definition von abstrakter Malerei.

Wann ist Kunst abstrakt?

Grundlegend wird ein Kunstwerk als abstrakt bezeichnet, wenn darin nicht mehr die Wirklichkeit abgebildet wird, die unsere gewohnte Lebenswelt und Sichtweise ausmacht. Wir werden daher veranlasst, nicht das auf dem Kunstwerk dargestellte Abbild der Realität, sondern das Kunstwerk an sich zu betrachten. Die Maßstäbe für die Beurteilung durch den Betrachter liegen in diesem Fall außerhalb des bisherigen Vorstellungsvermögens. Aus dieser Eingrenzung folgt auch, dass jede noch so ausufernde oder phantasievolle Umgestaltung einer natürlichen Realität immer noch gegenständlich ist. Erst wenn in einem Werk jede Andeutung für einen aus der Realität entstammenden Gegenständlichkeit verschwunden ist, ist dieses Werk abstrakt. Dieser Abgrenzung folgend, ist jedes Werk abstrakt, dass nichts zeigt als die reinen Elemente von Aufbau und Farbe. Wichtig - auch die Umkehrung gilt: Ein Bild ist nicht abstrakt, wenn zwar Elemente und Verfahren der Abstraktion verwandt werden, aber noch gegenständliche Elemente eingefügt sind, mögen sie auch außergewöhnlich oder phantasievoll sein.

Kurze Geschichte der abstrakten Kunst

Heute ist abstrakte Kunst für uns fast schon Alltagskunst. Unser Jahrhundert hat sich den abstrakten Blick zu eigen gemacht, nimmt ihn für selbstverständlich. Dem war jedoch nicht immer so. Lange Zeit war es das Ziel der Kunst >>ETWAS KONKRETES<< möglichst gut und gekonnt zu malen. Rembrandt wäre es nie in den Sinn gekommen ein glattschwarzes Bild zu malen und auch ein Da Vinci (1452 – 1519) hätte die Kompositionen eines Piet Mondrian (11872 – 1944) wohl niemals in die Nähe von Kunst gerückt. Aber schon lange, bevor die Abstraktion die Bildfläche der Kunst betrat, lag sie in der Luft. Zu Zeiten der Frühromantik, so ab 1795 kamen die theoretischen Grundlagen der abstrakten Malerei ins Gespräch. Es wurde über eine >>absolute Malerei << nachgedacht, wobei gemeint war, dass Malen ja wohl bitte nicht nur das Abmalen von Etwas sein könne, sondern sich doch wohl noch mehr, also reine Form, reiner Ausdruck und Komposition dahinter verstecken müssten. Zitate dafür lassen sich finden, angefangen von Novalis (1772 – 1801), über Baudelaire (1821 – 1867) und Seurat (1859 – 1891), bis hin zu Cézanne (1839 – 1906) und van Gogh (1853 – 1890) . Der >>reine Gegenstand<<, seine möglichst genaue Abbildung wurde zunehmend uninteressanter, es wird von ihm abgewichen.

Vorläufer der abstrakten Malerei – Die Impressionisten

Als Vorläufer der abstrakten Malerei sind an erster Stelle die Impressionisten zu nennen, vor allem Cézanne und Monet (1840 – 1926), aber auch bei van Gogh und Renoir (1841 – 1919). Ihre Werke sind s ein Übergang vom Gegenstand zur Abstraktion, denn der Bildgegenstand ist für den Gehalt des Dargestellten oft schon unwesentlich. Fast intuitiv erfassen diese Maler Gesetze der abstrakten Komposition, so beispielsweise im >>Mohnfeld<< von Monet oder bei den >>Frauen im Feld<< von Renoir. Hier entsteht natürlich Frage: Wozu braucht der Mensch noch die abstrakten Kunstwerke, wenn er die zweifelsohne großartigen Bilder der Impressionisten hat. Die Antwort auf diese Frage beschreibt wiederum das Wesen und zugleich die Leistung der Abstraktion: Während der Impressionist immer noch ein Motiv, beispielsweise eine Landschaft, wiedergibt, arbeitet der abstrakte Maler eingeschlossen in sich selbst. Sein Motiv ist die Öffnung seines Innersten. Der abstrakte Künstler taucht hinein in die menschliche Seele, wo neue – bisher nicht gesehene – Schätze gehoben werden können, denn alles ist in der Menschenseele beschlossen, sowohl der Traum und der Gedanke als auch das Ideal und die Liebe. Natürlich hat auch die Natur – und die Gegenstände und die Realität ihre Spuren in der Seele hinterlassen, so wundert es nicht, dass auch im Schaffen abstrakter Maler immer wieder Anklänge and die Natur auftauchen.

Vorläufer der abstrakten Malerei – Die Naiven und Primitiven und Nietzsche

Nicht nur die Impressionisten bildeten die Vorhut der abstrakten Malerei, auch die naive Kunst, wie sich in den Werken von Henri Rousseau und Louis Vivins darstellte, trug ihren Teil zur Entwicklung der Idee von der Abstraktion bei. Zwar waren die naiven Maler dem Gegenstand verhaftet, jedoch eben nicht der reinen Lehre von Malerei, sie malten ohne Perspektive, aus ihrem Inneren heraus. Dass das Malen aus dem Inneren des Künstlers heraus als >>Kunst<< angesehen wurde, war ein erster Schritt hin zur Abstraktion. Auch die >>primitive Kunst<< der Völker Schwarzafrikas und die ornamentale Kalligrafie Asiens waren wesentliche Einflussfaktoren, die erstmalig zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den neu eröffneten Völkerkundemuseen zu besichtigen waren. Was jetzt noch fehlte, war das intellektuelle Durchdringen dieses evolutionären Vorganges in der Kunst. Hier taten sich andere hervor – jenseits der Malerei. Wesentliche Impulse für die Entwicklung der abstrakten Malerei gingen in jener Zeit von der Philosophie Friedrich Nietzsches und Henri Bergsons, der Musik Richard Wagners und Arnold Schönbergs sowie von den Dichtungen Charles Charles Baudelaires und Stèphane Mallarmes aus. Für alle diese Künstler bestand Kunst nicht in der Imitation der Wirklichkeit, sondern war ein eigenständiger Bereich, der nur der Freiheit des Künstlers unterlag, und somit in Inhalt und Form im Gegensatz zur Realität stehen konnte.

Die großen Abstrakten – Kandinsky und Mondrian und Delauny

„Aus dieser Absage an eine illusionistische Wiedergabe der Realität ging, fortgesetzt nach dem zweiten Weltkrieg, die auch international bedeutsamste Sprache der Kunst des 20. Jahrhunderts hervor.“ Brockhaus S. 13

Die unmittelbaren Vorläufer der abstrakten Kunst sind der Fauvismus, der Jugendstil und der Kubismus. Die Fauvisten übten großen Einfluss auf Wassily Kandinsky (1866 – 1944) aus, die Kubisten hingegen waren entscheidend für das künstlerische Werk von Piet Mondrian (1872 – 1944) – womit auch zwei der größten abstrakten Maler benannt wären. Zeitlich bewegen wir uns zwischen den 1906 und 1912. 1906 starb zum einen Cèzanne, dessen Bedeutung für die Entwicklung des Kubismus gerade auch mit seinem Tod offenbar wurde. Zudem veröffentlichte Henri Bergson die >>Evolution crèatrice<< und Kandinsky hielt sich gerade zu dieser Zeit in Paris auf, wo er zum ersten Mal das Schaffen der Fauves und Gauguins kennenlernte. Kandinsky löst sich in diesem Jahr, angeregt von dem Parisaufenthalt vom Stil der Neuen Secession, der bis dahin für seine Werke charakteristisch war und findet zu seinem eigenen Stil, zur Eigenständigkeit. Für Mondrian hingegen wird das Jahr 1912 prägend, dass er ebenfalls in Paris verbringt und sich vorbehaltlos dem Kubismus öffnet und dabei in kurzer Zeit zu Werken von wundervoll gereifter Abstraktion gelangt, die zu diesem Zeitpunkt einzigartig sind. Um die Entwicklung der Abstrakten Kunst zu verstehen, ist es interessant zu wissen, dass die sowohl Kandinsky als auch Mondrian schon recht alt sind – älter als die meisten Kubisten und Fauvisten. Zudem sind sie nicht nur technisch hochversierte Maler, sondern auch Denker. Beide können die Probleme der Kunst nicht losgelöst von den großen Problemen der Menschen betrachten. Beide wollen mehr als nur die Kunst erneuern. Im Einklang mit ihrer Zeit wollen sie die Menschheit voranbringen – hin zu materieller und geistiger Vollkommenheit. Ihre Grundthese lautet: Die Kunst kann sich nur fortentwickeln, wenn sich in der Seele der Menschen eine gleichlaufende Entwicklung vollzieht.

Übrigens: Zwischen den beiden großen Polen in der abstrakten Malerei, der strengen Systematik eines Mondrian und der eruptiven Fülle eines Kandinsky hatte noch einer Platz – der Maler Robert Delaunay, dessen wunderschönen Werke wie ein versöhnliches Element zwischen den beiden anderen wirken.

Abstrakte Kunst und ihre Spielrichtungen

„Der Begriff >>abstrakte Kunst<< umfasst also heute schon keine Schule oder eine bestimmte, auch noch so weit gefasste Bewegung mehr, die Abstraktion ist vielmehr zu einem allgemeinen Phänomenen, zu einer universellen Sprache geworden.“ Knaur, S. 20.

Es wurde schon eingangs erwähnt, die Abgrenzung der abstrakten Kunst ist heute fast nicht möglich, fast alle jungen Künstler seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben zumindest mit einem Teil ihres Schaffens daran Anteil. Seit Kandinsky 1910 sein erstes abstraktes Gemälde malte, hat sich eine Vielfalt abstrakter Stilrichtung herausgebildet, vom abstrakten Expressionismus über die informelle Kunst bis hin zur Op-Art reicht. Über die Bewertung dieser Stile und ihrer Künstler wird und wurde viel gestritten, offensichtlich lässt sich die Vielfalt der abstrakten Kunst auf die beiden hier skizzierten Linien ihrer Entstehung zurückführen: auf die aus dem Expressionismus kommende freie malerische Richtung die Wassily Kandinsky begründete und die vom Kubismus ausgehende geometrisierende Richtung der Piet Mondrian zuzurechnen ist. Neu eingeführt in die Malerei waren zum einen die Auffächerung von Flächen und zum anderen die neu gewonne Eigenwertigkeit der Farbe. Das Ergebnis waren ungegenständliche, besser gesagt abstrakte Bilder, auf denen großen Flächen mit Farben in intensiven Kontrasten gefüllt waren. Die erste Strömung – mehr der Farbe verbunden - war die nach 1945 entstehende informelle Kunst, die sich wiederum in den abstrakten Expressionismus, in das Color Field-Painting und in die monochrome Malerei auffächerte. Ein zweiter Flussarm, der sich stärker an die geometrischen Elemente band, war der Konstruktivismus, der sich zur konkreten Kunst weiterentwickelte. Dazu kam, wir erinnern hier an den schon zwischen den Polen verorteten Delaunay, immer wieder eine abstrakte Malerei, die eine eigene Bildsprache magisch wirkender oder dekorativer Bildzeichen und Formrhythmen ausbildete.

Übersicht über die Ausprägungen der Abstrakte Kunst seit 1910

  • ABSTRACTION – CRÈATION – 1931 in Paris gegründete Künstlervereinigung– konkrete konstruktiv orientierte Malerei – Vertreter u. a. Frantisek Kupka, Piet Mondrian, Wassily Kandinsky, Josef Albers.
  • ABSTRAKTER EXPRESSIONISMUS – Bezeichnung für Werke der abstrakten Kunst, die 1920 erstmals von Wassili Kandinsky verwandt wurde, später von Alfred Hamilton Barr erweitert – Vertreter u. a. Willem de Kooning, Robert Motherwell und Franz Kline.
  • ACTIONPAINTING – vom amerikanischen Kunstkritiker Harold Rosenberg geprägte Bezeichnung für besondere radikale Werke des abstrakten Expressionismus – Vertreter u. a. Jackson Pollock,
  • BAUHAUS – von Walter Gropius 1919 in Weimar gegründete Schule für Handwerk, Architektur und bildende Künste – Vertreter u. a. Lyonel Feininger, Paul Klee, Oskar Schlemmer
  • CONCEPTART (Conceptual Art, Konzeptionskunst) – Kunstrichtung, die sich ab Mitte der sechziger Jahre unter dem Einfluss von Sol Le Witt aus der Minimalart entwickelte, losgelöst von allem Materiellen steht die geistige Konzeption im Mittelpunkt – Vertreter u. a. Timm Ulrichs, Robert Barry, Joseph Kosuth, Hanne Darboven.
  • COLOR-FIELD-PAINTING (Farbfeldmalerei) – eine gegen Ende der sechziger Jahre in der USA entstandene Unterströmung der >>konkreten Kunst<<, die sich auf reine Farbflächen beschränkt – Vertreter u. a. Frank Stella, Kenneth Noland, Helen Frankenthaler und Barnett Newman.
  • HARD-EDGE-PAINTING (Hard Edge Malerei) – Malweise, die sich aus dem -Color-Field-Painting entwickelte und sich hartkantige Farbflächen beschränkt – Vertreter u. a. Josef Albers, Frank Stella, Kenneth Noland und Ellsworth Kelly.
  • INFORMELLE KUNST (Art informel) – Bezeichnung für eine Richtung der gegenstandsfreien Malerei, die sowohl in Abgrenzung als auch in gleicher Bedeutung wie >>Tachismus<<, >>lyrische Abstraktion<< und >>abstrakter Expressionismus<< verwendet wird - Gegenbewegung zum abstrakten Expressionismus – Vertreter u. a. Jean Fautrier Wolfs, Hans Hartung, Karl Otto Götz, Emil Schuhmacher und Georges Mathieu.
  • KONKRETE KUNST (Art concret) – von Theo van Doesburg vorgeschlagene Bezeichnung für gegenstandslose Malerei mit mathematisch kalkuliertem geometrischem Formenrepertoire – Vertreter u. a. Piet Mondrian, Josef Albers, Max Bill, Ben Nicholson und zahlreiche weitere.
  • KONSTRUKTIVISMUS – um 1913/14 in Russland entstandene Richtung, die auf Bekenntnis zur modernen Technik und Beschränkung auf einfach geometrische Formen beruht – Vertreter u. a. Wladimir Tatlin, Aleksandre Rodtschenko, El Lissitzky, die Brüder Naum Gabo, auch Bauhaus und die ungarische Gruppe >>MA<< (Heute).
  • LANDART – Kunst, die die echte >>Landschaft<< als Gestaltungsmittel aufgreift, meist nicht dauerhaft und daher dann dokumentiert– Vertreter u. a. Michael Heizer, Walter De Maria, Robert Morris, Dennis Oppenheim, Richard Long und Jan Dibbets.
  • LYRISCHE ABSTRAKTION (abstraction lyrique)– ein von George Mathieu 1947 geprägte Bezeichnung für eine Spielart des >>abstrakten Expressionismus<< bei der geometrische Form durch spontane Improvisation und künstlerische Empfindung ersetzt wird – Vertreter u. a. George Mathieu, Hans Hartung, Camille Bruyen, Jackson Pollock, Mark Tobey, Otto Götz – rückblickend auch Paul Klee und Wassili Kandinski
  • MINIMALART (Minimal Art, Primary Structures) – Kunstrichtung, die nach einer 1966 im Jewish Museum New York stattfindenden Ausstellung benannt wurde – Ziel ist die absolute Identität der Form mit sich selbst – Vertreter u. a. Donald Judd, Robert Morris, Carl Andre, Sol de Witt und Dan Flavin.
  • MONOCHROME MALEREI – in den fünfziger Jahren entstandene Malerei, bei der das Bild nur noch aus einer Farbe oder gering abweichenden Tonstufen aufgebaut ist – Vertreter u. a. Ad Reinhard, Mark Rothko, Lucio Fontana, Piero Manzoni, Antonio Calderara und Yves Klein.
  • NEOPLASTIZISMUS – von Piet Mondrian geprägte Bezeichnung für Kunsttheorie und –praxis der >>Stijl-Gruppe<< - Bildgestaltung beschränkt sich auf die Primärfarben Gelb, Rot, Blau sowie Weiß, Grau und Schwarz und die Grundelemente Senkrechte und Waagerechte – Vertreter u. a. Mondrian.
  • OP-ART – Kurzbezeichnung für Optical Art – seit Mitte der fünfziger Jahre entwickelte Kunstform, die auf linearen Strukturmustern und Farbperspektive beruht – erzielt illusionistische Effekte – Vertreter u. a. Bridget Riley, Victor Vasarely, Richard Anuszkiewicz, Almir da Silva Magnier und die >>Groupe de Recerche d`Art Visuel<<.
  • STIJL – GRUPPE – von den Mitarbeitern der Zeitschrift >>Stijl<< 1917 in Holland gegründete Gruppe, die bis 1931 bestand – Reduktion auf geometrische Klarheit und strenge Harmonie – Vertreter u. a. Mondrian, Bart von der Leck und in der Architektur Cornelis van Eesteren und Gerrit Rietveld.
  • TACHISMUs (taches – der Farbfleck) – eine in Paris ab 1950 entstandene Richtung der >>informellen Kunst>>, die jede bewußte Formgestaltung ablehnt – Vertreter u. a. Wols, Henri Michaux, Georges Mathieu und Hans Hartung.

Quellen und weiterführende Informationen

Quellen

  • F. A. Brockhaus: Der Brockhaus – Kunst. Künstler, Epochen, Sachbegriffe. Mannheim, Leipzig: Brockhaus, 2001
  • Seuphor, Michel: Knaurs Lexikon Abstrakter Malerei. München. Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München, 1957.
  • Seuphor, Michel: Abstrakte Malerei: Von Kandinsky bis zur Gegenwart. München/Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. München, 1964.
  • Korn, Rudolf: Kandinsky und die Theorie der abstrakten Malerei. Berlin: Henschelverlag, 1960.

Weiterführend

zu Wassili Kandinsky - http://www.wassily-kandinsky.net/index.php

Literatur mit Blick in das Buch